Samstag, 17. Januar 2009

Wußten Sie, ...


... dass der Keuschheitsgürtel Vorgänger der heutigen Strapse ist?




Der Keuschheitsgürtel ist der früheste bekannte Gürtel, ursprünglich von misstrauischen Ehemännern im Mittleren Osten eingesetzt, um jeglichen Fremdzugriff auf das "Eigentum Weib" zu vermeiden. Die Kreuzritter im 13. Jhdt. brachten ihn vom 'Heiligen Krieg' nach Europa. Das metallene Gitter war an einem Hüftband befestigt. Verständlich, dass dieses schwere Ding bald wieder verschwand und bezeichnenderweise im 19. Jhdt. wieder auftauchte, dieses Mal jedoch aus elastischen Materialien gemacht.

Der Strumpfbandgürtel wurde jedoch erst in den 20ern des 20. Jhdt. richtig 'in' als Alternative zum inzwischen weniger geliebten Korsett. Einengend war es trotzdem und verschwand deswegen in den 60ern von der Bildfläche, um in den 70ern als Hüftgürtel wiederzukommen, mit neuen Formen und Materialien.
Hochmodern wurde der Strapsgürtel erst wieder in den 90ern, zusammen mit dem Miederhöschen zwecks guter Figur in enger Hose.

In den 90ern verlor der Strumpf-Bandgürtel sein großmütterliches Image und ist aus der heutigen, modernen Dessous-Welt nicht mehr wegzudenken.

Bequem oder unbequem, weit entfernt von der Diskussion rund um das Thema 'sexuelles Objekt Frau', sind Strumpfgürtel der Inbegriff weiblicher Verführung von heute, ein erstaunlicher Gegensatz zu ihrem Vorfahren, dem Keuschheitsgürtel. Ob diesem Wandel wohl zu trauen ist?

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