Rocker bleib authentisch
Author: Carmen Brablec // Category: Dresscodes, Personal Branding, Tipps und TricksSich wohl fühlen in der eigenen Haut. Das ist uns wichtig, das führt zur inneren Gelassenheit und Ausgeglichenheit. Doch was ist, wenn wir uns unwohl fühlen, unecht und verkleidet? Es strahlt auf die gesamte Umgebung aus.
Mein Kunde befand sich gerade in dem Prozess die interne Kommunikation wieder in Gang zu bringen. Es gab einen Entscheider auf höchster Ebene, der durch seine ‘Verkrampftheit’ auffiel. Er galt zwar nicht als Choleriker, aber als jemand, dem man es nicht recht machen konnte.
Einer der Trainer suchte bei mir Rat, ob ich im Bereich der nonverbalen Kommunikation noch eine Idee hätte.
Kleidung kann die eigene Persönlichkeit unterstreichen und damit zur zweiten Haut werden oder zur Verkleidung werden – gewollt oder ungewollt.
In gewissen Geschäftsbereichen hat man(n) oft keine Wahl, als einen Anzug zu tragen auch wenn er sich darin nicht wohl fühlt.
Im zweiten persönlichen Gespräch mit besagtem Herrn, offenbarte er mir, dass er in seiner Freizeit passionierter Rocker sei. Der Chopper und er, in seiner Lederweste mit Troddeln dran, wären in der Freizeit ein Herz und eine Seele. Am liebsten würde er diese Freiheit auch im Büro genießen, doch das ginge leider nicht.
Er fühlte sich in seinem Anzug wie in einem Gefängnis. Die Krawatte fühlte sich an wie ein Folterinstrument und es sei nichts eigenes an dem Outfit. Auf seiner Position könne er sich in dem Unternehmen allerdings keine Spielereien in seinem Outfit erlauben.
Meine Aufgabe war klar: er muss sich mit seinem Dresscode identifizieren können, sich wohl fühlen, dann würde er auch wieder gelassener und zufriedener im Geschäftsalltag auftreten können.
Gesagt getan.
Der Maßanzug bekam ein kleines aber sehr wirkungsvolles Extra. Das rote Futter wurde nur im Rücken mit einem schwarzen Totenkopf ergänzt. Nur im Rücken, so dass er trotzdem seine Visitenkarten aus der Innentasche holen konnte, ohne dass irgendjemand etwas sah.
Sein Markenzeichen, seine Freiheit, ein Stück von ihm den ganzen Tag im Rücken und keiner wusste es. Keiner konnte dazu etwas Negatives sagen. Das war die Lösung!
Es war erstaunlich, wie stolz und zufrieden er diesen Anzug trug und wie stark sich seine innere Zufriedenheit auf das Miteinander mit Mitarbeitern und Kunden auswirkte.
Einstellung erzeugt nun mal Ausstrahlung.
Ihre
Carmen Brablec





