Der Kunde hat immer recht! Wirklich?!

Author: Carmen Brablec  //  Category: Nachgefragt, gesellschaftlicher Umgang

Vor ein paar Tagen tauschte ich mich mit einem Zahnarzt über Servicethemen aus. Wo beginnt Kundenberatung und wo hört Professionalität auf?

Er hatte einen Kunden, der seine Zähne bleechen lassen wollte. Das übliche Weiß war ihm nicht weiß genug, also suchte der Zahnarzt in Amerika – der Heimat der kosmetischen Zahnbehandlung – nach einem passenden Weiß und fand es. Er selbst war allerdings nicht davon überzeugt, er riet dem Kunden die völlig unpassende Farbe ab. Der lenkte nicht ein.

Jetzt gab es zwei Möglichkeiten, er übernimmt den irrwitzigen Auftrag des Kunden oder lehnt ab. Er lenkte ein. Zwar sicherte er sich mit einer schriftlichen Bestätigung ab, er habe von der Farbe abgeraten, doch das nutzte leider nichts.

Der Kunde hatte sich draußen viel Spott angehört und sich den Kommentar “also den Zahnarzt würde ich verklagen” zu Herzen genommen.

Vor Gericht bekam der Kunde recht. Obwohl sich der Zahnarzt mit der schriftlichen Bestätigung, dass er von der Behandlung abrate, abgesichert hatte.

Das Gericht: Sie sind der Profi, sie sollten nur Kundenwünsche erfüllen, hinter deren Ergebnis sie auch stehen, sonst lehnen sie einfach ab.

Sein Fazit: nicht mehr gegen die eigene Überzeugung handeln.

Unsere Kunden sind unsere Litfaßsäulen, die für uns Werbung laufen. Für den Friseur, die Karriere-Stylistin, den Autohändler.. Für jeden der ein sichtbares Produkt verkauft, das der Kunde trägt, ist er die Visitenkarte des Profis.

Denken Sie beim nächsten Mal darüber nach, bevor Sie gegen Ihre Überzeugung handeln, denn hinterher zu sagen: der Kunde war schuld…. Das wirkt unglaubwürdig und sehr unprofessionell.

Ihre
Carmen Brablec

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Rocker bleib authentisch

Author: Carmen Brablec  //  Category: Dresscodes, Personal Branding, Tipps und Tricks

Sich wohl fühlen in der eigenen Haut. Das ist uns wichtig, das führt zur inneren Gelassenheit und Ausgeglichenheit. Doch was ist, wenn wir uns unwohl fühlen, unecht und verkleidet? Es strahlt auf die gesamte Umgebung aus.

Mein Kunde befand sich gerade in dem Prozess die interne Kommunikation wieder in Gang zu bringen. Es gab einen Entscheider auf höchster Ebene, der durch seine ‘Verkrampftheit’ auffiel. Er galt zwar nicht als Choleriker, aber als jemand, dem man es nicht recht machen konnte.

Einer der Trainer suchte bei mir Rat, ob ich im Bereich der nonverbalen Kommunikation noch eine Idee hätte.

Kleidung kann die eigene Persönlichkeit unterstreichen und damit zur zweiten Haut werden oder zur Verkleidung werden – gewollt oder ungewollt.

In gewissen Geschäftsbereichen hat man(n) oft keine Wahl, als einen Anzug zu tragen auch wenn er sich darin nicht wohl fühlt.

Im zweiten persönlichen Gespräch mit besagtem Herrn, offenbarte er mir, dass er in seiner Freizeit passionierter Rocker sei. Der Chopper und er, in seiner Lederweste mit Troddeln dran, wären in der Freizeit ein Herz und eine Seele. Am liebsten würde er diese Freiheit auch im Büro genießen, doch das ginge leider nicht.
Er fühlte sich in seinem Anzug wie in einem Gefängnis. Die Krawatte fühlte sich an wie ein Folterinstrument und es sei nichts eigenes an dem Outfit. Auf seiner Position könne er sich in dem Unternehmen allerdings keine Spielereien in seinem Outfit erlauben.

Meine Aufgabe war klar: er muss sich mit seinem Dresscode identifizieren können, sich wohl fühlen, dann würde er auch wieder gelassener und zufriedener im Geschäftsalltag auftreten können.

Gesagt getan.

Der Maßanzug bekam ein kleines aber sehr wirkungsvolles Extra. Das rote Futter wurde nur im Rücken mit einem schwarzen Totenkopf ergänzt. Nur im Rücken, so dass er trotzdem seine Visitenkarten aus der Innentasche holen konnte, ohne dass irgendjemand etwas sah.

Sein Markenzeichen, seine Freiheit, ein Stück von ihm den ganzen Tag im Rücken und keiner wusste es. Keiner konnte dazu etwas Negatives sagen. Das war die Lösung!

Es war erstaunlich, wie stolz und zufrieden er diesen Anzug trug und wie stark sich seine innere Zufriedenheit auf das Miteinander mit Mitarbeitern und Kunden auswirkte.

Einstellung erzeugt nun mal Ausstrahlung.

Ihre
Carmen Brablec

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Wissen hat keinen Wert

Author: Carmen Brablec  //  Category: Karriere-Styling

Letzten Samstag traf ich mich mit dem Buchautor von “High Probability Selling” Michael Franz.
Eine sehr interessante und tiefgreifende Persönlichkeit.

Er stellte die Behauptung auf “Wissen hat keinen Wert”, das wird jetzt vielen bitter aufstoßen und eine Welle der Gegenargumente in Gang bringen. Doch lassen Sie sich erst auf die Erklärung ein, denn er hat recht:

Wenn ich weiß, dass ich an einer roten Ampel stehen bleiben muss, hat es solange keinen Wert, bis ich in eine solchen Situation komme und mein Wissen auch umsetze.
Wenn ich also weiß, ich muss an der roten Ampel stehen bleiben, tue es aber nicht, ist das Wissen, das ich habe, nichts wert.

Das regte mich auf der Rückfahrt vom Köln/Bonner Flughafen stark zum Nachdenken an.

Denn das ist eine Aussage, die so passend auf meinen Geschäftsbereich zu zuschreiben ist.

Wir Menschen wissen, dass wir Kleidung nicht nur zum Schutz, sondern auch zum Ausdruck unser Persönlichkeit, unserer Fähigkeiten, unserer beruflichen Stellung und zu so vielem mehr einsetzen können.
Doch wir setzen dieses Wissen nicht um, wir nehmen uns statt dessen Vorbildern aus dem Schaufenster oder den Medien an oder fügen uns dem beratenden Halbwissen der Verkäufer. Ohne zu überlegen, ob diese Strategie des anderen überhaupt auf uns adaptierbar ist. Die meisten wundern sich dann, dass sie nicht so gut ankommen und damit weniger erfolgreich sind als diejenigen, die das Wissen auch richtig umgesetzt haben.

Es ist letztlich nicht das Wissen, was uns einen Wettbewerbsvorteil einbringt, sondern der Impact. Also die Verhaltensveränderung: Der Einsatz und damit die Umsetzung des Wissens.

Ihre

Carmen Brablec

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Einstellung erzeugt Ausstrahlung

Author: Carmen Brablec  //  Category: Karriere-Styling

‘Mein Gott, wie sieht der denn aus?’
Haben Sie diesen Satz schon mal gedacht? Ich schon, hundertfach, immer wieder, vor allem als ich in meinem ersten Berufsleben in der IT arbeitete.

Ja das gängige Klischee des Höhlentrolls, der nie das Sonnenlicht sieht und dessen Finger vergilbt sind durch zu viel Zigaretten Konsum traf auf meine Abteilung nur bedingt zu, wir waren die Admins. Wir kamen auch mal an die frische Luft… zum Rauchen… denn in den Büros war ja Rauchverbot ;)

Nein im Ernst.

Was passiert in Ihrem Körper, wenn Sie diesen Satz denken?
Ihr Bauch verkrampft sich kurz – ‘hab so ein schlechtes Bauchgefühl’ – kennen Sie sicher.
Sie machen ein komisches Gesicht – Ihre Mimik ist leider nur sehr schwer zu kontrollieren. Ihre Körperhaltung verändert sich. Sie wird distanzierter, Sie gehen in Schutzhaltung: könnte ja gefährlich sein der Höhlentroll.

Boris Becker prägte vor langer Zeit den Satz: “ich habe das Match zwischen den Ohren entschieden”.
Anders ausgedrückt:
“Einstellung erzeugt Ausstrahlung”.

Ihre Einstellung: den mag ich nicht, der sieht komisch aus – überträgt sich auf Ihre Ausstrahlung.
Ihre Mimik und Gestik vermittelt dem Gegenüber Ablehnung. Auch die Stimme, der Unterton verändert sich, wird süffisant und vielleicht ironisch, aber auf jeden Fall wenig wertschätzend.

Was ihr Gegenüber aber nicht weiß, dass es nur daran liegt, dass er Ihre Vorstellung vom äußeren Erscheinungsbild nicht erfüllt hat. Er überträgt das aber auf das ganze Gespräch!
Wenn ich schon mit einer negativen Grundhaltung in ein Gespräch gehe, wie wird das in den meisten Fällen dann wohl verlaufen?!

Das machen Sie nicht? Sie urteilen niemanden anhand seiner Klamotten oder fettigen Haare ab?! Gut für Sie.
Doch Vorsicht!
Wir neigen dazu, schnell von uns auf andere zu schließen. Bedeutet, wenn es uns egal ist, wie andere rumlaufen – weil ja nur die inneren Werte zählen – wird es uns auch schnell egal, wie wir selbst rumlaufen.

Und eines möchte ich Ihnen auf den Weg geben: andere urteilen!
Jeden Tag, hundertfach und Sie könnten dabei sein. Trotz Ihrer Kompetenzen, trotz Ihres brillanten Könnens. Sie könnten deswegen abgelehnt werden, beim Kunden, beim neuen Arbeitgeber, im Beförderungstonus.
Es tut nicht weh, sich ein paar Minuten mehr am Tag Zeit für sich zu nehmen und zu überlegen, was die eigene Kleidung, das äußere Erscheinungsbild über einen verraten kann. Es kann nur eines: Sie erfolgreicher machen!

Nikolaus B. Enkelmann sagte einmal den treffenden Satz: “Beurteile Menschen nie nach der Kleidung, aber sei gewiss: die anderen tun es bei dir immer!”

Ihre
Carmen Brablec

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Erkenne Deinen Kunden

Author: Carmen Brablec  //  Category: gesellschaftlicher Umgang

Letzte Woche war ich auf der Zukunft Personal Messe in Köln unterwegs. Kunden besuchen, Interviews führen und mich selbst über Neuerungen informieren.

Nicht nur ein mal passierte es mir, dass ich irgendwo hinter mir meinen Namen hörte. Einige bekannte Gesichter, die ich wieder traf, aber worüber ich Ihnen hier vor allem berichten möchte sind die Menschen, die mich mit Namen ansprachen, die ich noch nicht persönlich kannte.

“Hallo Frau Brablec, schön Sie zu treffen, ich bin xxx und besuche regelmäßig Ihre Webinare.”
Oder
“Frau Brablec, ich habe Sie Anfang des Jahres in Ihrem Vortrag erlebt, schön Sie wiederzusehen.”

Es ist ein wirklich tolles Gefühl, in einer breiten Masse von vermeidlich Fremden mit dem eigenen Namen angesprochen zu werden. Ich habe nach den ersten zwei Situationen darüber nachgedacht, was es in mir ausgelöst hat.
Obwohl ich mich teilweise unter Termindruck durch die Massen schob, hielt ich doch inne und war dem Gespräch offen und sehr positiv gegenüber eingestellt. Denn ich war einer Person, die mich kannte und erkannte wichtig, und seien wir mal ehrlich, was gibt es Schöneres, als mit dem eigenen Namen angesprochen zu werden?!

Ein positiver Gesprächseinstieg war damit sicher.

Auf meine Termine, ob es Coachings oder Seminare sind, vorbereite ich mich deshalb immer folgendermaßen:

Ich bitte meinen Ansprechpartner mir eine Liste mit Namen und Bildern meiner Teilnehmer zu zusenden. Zum einen kann ich so Personen in sozialen Netzwerken, die einen häufiger vorkommenden Namen besitzen, besser identifizieren und zum anderen, die Person am Morgen vor dem Training bereits im Fahrstuhl, in der Tiefgarage oder sonst wo vor dem Seminar bereits erkennen, begrüßen und einen positiven Einstieg in den Tag erzielen.

Bei Vodafone ist es mir in meiner aktiven Projektzeit öfters passiert, dass wir anderen Meetingteilnehmern bereits Minuten vor dem Termin begegnet sind und statt die Zeit schon mal zum Smalltalk zu nutzen, nur stumm neben einander her gelaufen sind. Oder viel schlimmer, ein unbekannter Externer steht mit Ihnen im Fahrstuhl und Sie lästern mit dem Kollegen über den Unbekannten, was der wohl gleich im Meeting von der Mannschaft erleben wird und die Überraschung wird groß, wenn der sich ein paar Minuten später als bereits Eingeweihter entpuppt.

Tappen Sie nicht mehr in diese Falle, nutzen Sie die Vorbereitungszeit sinnvoll und erkennen Sie Ihren Kunden!

Ihre
Carmen Brablec

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Be your own Brand – Vertrauen in die eigene Marke beginnt schon beim Hemd

Author: Carmen Brablec  //  Category: Personal Branding

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Diesen Monat war wieder unser Maßschneider aus Thailand zu Gast und es spielten sich bei der Konfiguration der Hemden bei den Herren immer wieder ähnliche Szenen ab:
Hemdmanschette ohne Initialen
Bei der Frage um die Initialen reagierten einige begeistert und viele verhalten. “Nein lieber nicht.”, “Macht man das denn?”, “Das finde ich etwas auffällig!”

Diese Reaktionen finde ich erstaunlich. Denn auf das Logo eines Hemdenherstellers wie Olymp und co. ist man(n) stolz und hat nichts dagegen, es auf der Brust herzuzeigen.

Wie kommt die falsche Bescheidenheit über den eigenen Namen?
Hat es mit unserer Neidgesellschaft zu tun, dass man seine eigene Marke nicht zur Schau stellen darf? Dafür tragen die Deutschen lieber einen anderen Markennamen auf der Kleidung und bezahlen dafür auch noch Geld, um das zu dürfen.

Im Sinne des Marketings ist jedes Logo doch in erster Linie ein Name. Den man aber gerne trägt, weil damit ein Qualitätsversprechen einhergeht. Sie geben jeden Tag ein Versprechen über die Qualität Ihrer Arbeit ab, also warum so verhalten?

Ein kleiner Schritt zum Personal Branding – zur Eigenmarke – ist, seinen Markennamen, nämlich den eigenen Namen bzw. dessen Initialen, mit Stolz offen tragen zu dürfen.

Be your own Brand!

Carmen Brablec

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Temposünder auf Facebook gesucht

Author: Carmen Brablec  //  Category: Karriere-Styling

Als ich heute Morgen die Nachrichten hörte, musste ich stark an den Kommentar eines Lesers denken, als es um die Privatsphäre von Facebook ging. „Facebook ist doch meine Privatsache“
Denn das Ordnungsamt hat mit Facebook eine perfekte Plattform gefunden, über die sie Temposünder aufspürt. Schließlich veröffentlichen wir fleißig Bilder von uns und Freunden, die übrigens mit ins Visier genommen werden, sollte man selbst nicht mehr in Frage kommen.
Daher noch mal mein Apell: Facebook ist nicht mehr Privat!

Eure
Carmen Brablec

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VPA – das Fazit eines Tests

Author: Carmen Brablec  //  Category: Empfehlung

Der Testmonat ist nun rum und ich ziehe das Resümee meines Probemonats mit dem Anbieter für Virtuelle Persönliche Assistenten Strandschicht.

Der Begeisterung über ein wirklich geniales Konzept – aus meiner Perspektive – ist enttäuschter Ernüchterung gewichen.
Alles begann sehr vielversprechend. Meine mir zugeteilte Assistentin – Muttersprachlerin – war immer und schnell erreichbar und machte anfangs einen guten Eindruck.

Die erste Aufgabe: auf eine Zertifikatsvorlage bitte die Namen der Seminarteilnehmer eintragen und die unterschiedlichen Seminardaten anpassen, hat leider schon nicht funktioniert.
Zeichenabstände waren unterschiedlich, Schriftgarde wechselten und die Abwandlung der Seminar-Daten wurde einfach vergessen.

Kann ja mal passieren… Nichtsdestotrotz hat es mir mehr Arbeit als Entlastung beschert, denn statt ein paar Stunden zu schlafen, hab ich des Nächtens da gesessen und alles neu gemacht, das hätte ich auch ohne VPA haben können.

Dann kam der Knaller, dessen Auflösung mir gerade zu Teil wurde und mich sehr enttäuscht hat.

Für einen anstehenden Termin bat ich sie meine Kunden anzurufen und zu informieren. Allerdings funktioniere Ihre Technik nicht und so übertrug sie die Aufgabe an eine mir fremde Person, mit schlechten Deutschkenntnissen, die mit mangelnden Infos meine Kunden verwirrte. Das ohne mein Wissen!

Das geht nun wirklich nicht!!

Fazit:
Ich hätte sie mehr testen müssen, bevor ich sie auf meine Kunden loslasse.
Vielleicht hätte ich auch meine Angaben präziser formulieren müssen.

Jetzt bin ich erstmal auf die Stundenabrechnung gespannt und hoffe, dort kein zweites böses Erwachen zu erleben…

Schade!

ernüchterte Grüße
Carmen Brablec

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Machen Sie die Probleme anderer nicht zu Ihren Problemen

Author: Carmen Brablec  //  Category: Umgangsformen, gesellschaftlicher Umgang

Es war der 04. Dezember 2010. Ein klarer und bitter kalter Tag in Köln. Zwischen den Menschenmassen, die sich auf dem Weihnachtsmarkt auf der Domplatte tummelten, wartete ich auf meinen Termin. Ein junger Mann, der mich über Xing kontaktierte und Hilfestellung bei seiner Karriere-Planung suchte. Leider nur wartete ich vergebens in der Kälte. Herr Krebs (Name redaktionell geändert) hatte mich schlichtweg vergessen, das war zumindest seine Aussage am Telefon, als ich mich um seinen Verbleib erkundigte.

Es verging eine Weile, da kontaktierte mich Herr Krebs per Facebook und bat um meinen professionellen Rat bezüglich geschäftlicher Fotos für den Internetauftritt. Ich half ihm gerne weiter.
Dann im März startete er eine neuen Anlauf und bat mich um einen Termin.
Auf meine Frage hin, wobei ich ihm denn weiterhelfen könne, gestand Herr Krebs, dass es um einen rein privaten Termin ginge. Ich war dankbar für die Offenheit, und teilte ihm mit, dass ich an einem privaten Treffen nicht interessiert war. Er reagierte gereizt, wurde unverschämt und beleidigte mich sogar.

Herr Krebs hatte ein Problem damit, dass er von mir zurückgewiesen wurde. Wie oft passiert dies im täglichen Leben, besonders in der Akquise.
Wir wissen nie, warum die andere Person gerade keine Zeit, kein Interesse oder einen anderen Grund für die Ablehnung hat.
Das ist aber kein Grund dafür seine gute Kinderstube zu vergessen. Im Gegenteil, achten Sie in solchen Fällen auf Zeichen und gewisse Formulierungen, die ein Hinweis dafür sind, dass Sie sich noch mal melden können und die Tür noch nicht ganz zu ist.

Die gab ich auch Herrn Krebs. Die Tür (für den geschäftlichen Kontakt!) war noch offen, bis zu dem Zeitpunkt, als er persönlich wurde. In dem Moment versuchte er sein Problem zu meinem zu machen und verscherzt sich die Möglichkeit, den Kontakt weiter aufrecht halten zu können.

Die Konsequenz, ich löschte alle meine Verbindung zu ihm. Er muss sich jetzt einen neuen Coach suchen und hatte wohl mehrere schlechte Tage, wofür das alles?

Fazit für den Geschäftsalltag:
- Nehmen Sie ein “nein” nie persönlich
- Bleiben Sie höflich und respektvoll
- Versuchen Sie Ihre Probleme mit einer Situation nicht anderen anzulasten
- Achten Sie auf “versteckte” Hinweise und bleiben Sie bei positiven Signalen dran

ich wünsche Ihnen angenehme Gespräche
Ihre
Carmen Brablec

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VPA – der Selbsttest

Author: Carmen Brablec  //  Category: Empfehlung

Mir ist vor ein paar Wochen der Artikel von Markus Albers wieder in die Hände gefallen, der die Dienste von Virtual Privat Assistenten (VPA) getestet hat. Der Bericht über das Berliner Unternehmen “Strandschicht” hat mich überzeugt, es mal selbst auszuprobieren. Viele Dinge bleiben bei meinen vielen Reisen gerne länger liegen oder nehmen unnötige Zeit in Anspruch, die mir für meine Kunden dann fehlt.
Vor knapp 6 Wochen ging ich auf die Webseite und stellte per Kontaktformular ein paar Fragen zum Ablauf. Leider kam hier für mich eine Ernüchterung zu Stande, denn das großgedruckte Versprechen, spätestens am nächsten Werktag zurückzurufen, blieb leider aus. Ich gehöre zu denen, die immer eine 2. Chance einräumen, so rief ich heute an.
Die Dame am anderen Ende – Frau Kotzur – beantwortete alle meine ungeduldigen Fragen sympathisch und ausführlich.
Gut, dann nehmen wir den Testmonat mal in Anspruch.
Keine 2 Stunden sind vergangen, da liegt mir der Lebenslauf meiner potentiellen neuen Assistentin vor, er sieht interessant aus. Jetzt schicke ich ihr erstmal eine Liste mit Aufgaben, und dann sehen wir weiter.
Ich werde berichten!

Tester – Grüße
Carmen Brablec

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